bio

    Leo Hofmann (1986, CH/DE) komponiert und spielt musiktheatrale Bühnenwerke, Klang-Performances und experimentiert mit hörspielartigen Formen. In seinen Arbeiten steht die Stimme als klingendes und performatives Ereignis im Mittelpunkt, sowie die Suche nach Haptik und Körperlichkeit in Musik. Seit Abschluss seines Master-Studiums „Contemporary Arts Practice“ an der Hochschule der Künste Bern im Jahr 2013 erhielt Hofmann diverse Auszeichnungen und Förderungen, darunter den „Giga-Hertz Förderpreis für elektronische Musik“ des ZKM Karlsruhe, die Residenz „Studio Roma“ des Istituto Svizzero di Roma, sowie den „Medienkunstpreis Oberrhein“.  

    Unter seiner Leitung entstanden seit 2013 diverse experimentelle musiktheatrale Arbeiten, u.a. „UNGEDULD“ für drei Stimmen und Live-Elektronik (UA im Gare du Nord, Basel 2015), das performative Hörspiel „Pachinko Playalong“ (UA am „Imatronic-Festival 2014“), sowie „Wernherchens Mondfahrt“, ein Musiktheater für Funkkopfhörer im Auftrag der Ittinger Pfingstkonzerte 2015. Seine Solo-Stücke als Composer-Performer setzen sich spielerisch mit neuartigen musikalischen Interfaces auseinander und wurden an diversen internationalen Festivals gezeigt. Eine intensive theoretische Auseinandersetzung dazu mündete in der Arbeit „Design des Musizierens“ an der Universität Bern in Rahmen des spezialisierten MA Research in the Arts. Seine künstlerische Arbeit umfasst ferner Musik für Theaterproduktionen, radiophone Stücke und Klanginstallationen. 2011 entwickelte er mit „wind.attach“ Spezial-Kopfhörer für Luft- und Schall-Kompositionen, welche mit eigenen Stücken und Gastbeiträgen an diversen Ausstellungen gezeigt wurden, u.a. im Kunstquartier Bethanien, im Casa da Música Porto und im e-werk Freiburg.

    Zusammen mit dem Hamburger Musiktheater-Regisseur Benjamin van Bebber gründete er 2015 das „Institut für angewandtes Halbwissen“, welches sich als künstlerische Forschungs- und Produktionsgemeinschaft an bestehenden Institutionen und Festivals temporär installiert, musiktheatrale Interventionen vornimmt und nach den Möglichkeiten zuhörender Partizipation an zeitgenössischer Musik fragt.

     

     

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